Das einzige Geheimnis hinter garantierter Datensicherheit (Redundanz)

Redundanz in der Informationstechnologie stellt eine wichtige Grundlage für den sicheren Betrieb von Infrastruktur und Webseiten dar. Ziel ist es, den Ausfall von einzelner Infrastrukturkomponenten oder ganzer Webseiten zu vermeiden. Das gelingt, indem zu jeder Zeit mehr Ressourcen vorliegen, als unter Normalbetrieb benötigt werden. Im Falle einer Störung oder Wartungsarbeit kann dann eine übermäßige Kopie eingreifen und beispielsweise eine Webseite oder ein Data Warehouse so Daten weiter verarbeiten.

Diskussion zum Thema (Audio)

Redundanz im echten Leben

Das Prinzip der Redundanz gibt es aber nicht nur in der IT-Branche.

Beispiel: Personalwesen, Bus-Faktor

Redundanz ist grob mit dem Prinzip der “Truck Number” (auch Bus-Faktor) aus dem Personalwesen vergleichbar.

Wie viele oder wenige müssten von einem Lastwagen überfahren werden (oder kündigen), ehe das Projekt lahmgelegt ist? — Jim Coplien

Der Wegfall eines Mitarbeiters sollte bestenfalls nicht zu einem Lahmlegen des gesamten Unternehmens oder eines Projekts führen.

Man möchte hier im Personalwesen, ähnlich wie in der Informatik, Rücklagen und Sicherheiten haben.

Beispiel: Stromversorgung einer Maschinenhalle

Die Stromversorgung in einer Maschinenhalle kann ebenfalls redundant sein. So kann es etwa mehrere Stromleitungen zu einer Maschinenhalle geben, sollte eine plötzlich nicht mehr verfügbar sein. Oder es gibt Notstromgeneratoren, die im Falle einer temporären Störung im Stromnetz den Betrieb sicherstellen.

Warum sind Redundanzen besonders in der IT wichtig?

Zunächst einmal ist Software fast immer ein signifikant wichtiger Teil der Kommunikation und Organisation. Fast kein Prozess läuft mehr ohne Computer oder Internet ab.

E-Commerce-Shops verlieren ihre Haupteinnahmequelle, sollten Kunden aufgrund einer Störung plötzlich nicht mehr den Webshop erreichen können, oder komplette Produktionslinien können nicht mehr bedient werden.

Zudem ist in der IT-Branche sehr vieles komplex. Und komplexe Systeme haben ein höheres Störpotenzial als einfache Systeme.

Auch muss, je nach Umfang und Zielgruppe, eine Webseite oder ein Service rund um die Uhr verfügbar sein. Und die Hardware im Rechenzentrum kann immer Hardwarefehler erfahren. Am Ende des Tages ist eine Festplatte ein sich abnutzender Verbrauchsgegenstand, der unter Dauerbetrieb nicht immer ein planbares Verfallsdatum hat.

Kosten

Die Kosten für eine redundante Infrastruktur sind immer höher als das nicht-redundante (unredundante) Pardon. Redundanz kostet immer zusätzlich Geld, dadurch, dass es sich um Hardware handelt, die per Definition übermäßig ist und nur Ausfallsicherheit gewährleistet.

Es sollte immer ausgiebig evaluiert werden, wie redundant etwas denn wirklich sein muss. Eine einfache Webseite braucht beispielsweise keine zwanzigfache (20x) Redundanz, sondern häufig nur maximal eine einfache.

Fazit

Redundanzen sind in der IT-Branche vergleichbar mit redundanter Stromversorgung. Nicht jeder Privathaushalt braucht mehrere redundante Stromleitungen und einen Dieselgenerator. Ein kleiner privater Blog, oder eine private Webseite braucht vermutlich ebenso wenig Redundanz und Hochverfügbarkeit. Mit Redundanz sind auch immer höhere Kosten verbunden. Je mehr höher redundant, desto höher sind die Kosten.