Single-Board-Computer wie der Raspberry Pi sind für die Automatisierung und den IoT-Markt unverzichtbar geworden. Durch die Möglichkeit, extrem schnell Prototypen zu entwickeln, und die Zugänglichkeit auch für DIY-Projekte wurde eine hohe Verbreitung erreicht. Als Werkzeug zum Lernen begonnen, sind Raspberry-Pi-Single-Board-Computer inzwischen zum Alleskönner geworden. Sie dominieren mit ihrer diversen Produktaufstellung den IoT-Markt und ermöglichen Automatisierung auf der ganzen Welt. Auch als Bildungsinstrument gibt es inzwischen kaum eine bessere Hardware, um schon jungen Schülern die Welt der IT nahezubringen.
Seit 2012 erfreuen sich Raspberry Pis immer größerer und vielfältiger Beliebtheit. Über die Jahre hat sich ein umfangreiches Ökosystem und eine sehr aktive Community gebildet, die keinesfalls nur auf eine Branche begrenzt ist. Die Einsatzbeispiele sind vielfältig und reichen schon lange über Spielereien und DIY-Projekte hinaus.
1Einordnung zum Thema (Audio 🎧)
Einsatzbeispiele
- Rapid Prototyping
- Vielfältige Test- und Lernumgebungen
- Internet of Things (IoT)
- Home und Industrieautomatisierung
- Leistungsschwacher Computerersatz
- Betriebsdatenerfassung (BDEs)
- …
Marktpositionierung
Raspberry Pis eignen sich für bemerkenswert viele Anwendungsfälle, nicht zuletzt aufgrund der drei wichtigsten Eigenschaften:
- Sehr geringer Stromverbrauch
- Lautlos oder leise
- Günstig (~ 5€ bis 70€, je nach Ausstattung)
Die Rechenleistung reicht für die meisten kleineren Projekte und Einsatzzwecke aus. Es lassen sich aber genauso große und komplexe Szenarien abbilden, vor allem sobald mehrere Minicomputer zusammenarbeiten. All das in der Größe einer Kreditkarte.
2GPIO Pins
GPIO steht für general-purpose input/output und erlaubt das Steuern von rudimentären Schaltkreisen in Hardwareprojekten. Das beginnt bei scheinbar unnötigen Dingen wie dem Aufblinken einer kleinen LED alle paar Sekunden, kann aber enorme Größen und Komplexität annehmen, sobald ganze Maschinen und Produktionsstraßen gesteuert werden sollen.
Grundsätzlich ist das zwar ebenso gut mit einem Arduino oder ESP möglich, doch ist das Gesamtpaket Raspberry Pi mit einer vielfach höheren Rechenleistung und dem größeren Software-Ökosystem durch Linux, Windows etc. attraktiver und mit nahezu allem kompatibel, was man sich vorstellen kann. Aufgrund der großen Community ist es sogar oft möglich, die ungewöhnlichste Hardware anzusteuern, da es fast immer jemanden gibt, der das gleiche Problem bereits gelöst hat.
Pi 400
Der Pi 400 ist ein auf dem Pi 4 basierendes Komplettpaket. Statt Kreditkartengröße kommt der Pi 400 in Form einer vollwertigen Tastatur, in der alles verbaut ist, was ein leistungsschwacher Desktop-Computer benötigt.
Der Einsatz ist sehr simpel: Es braucht ein USB-C-Kabel zur Stromversorgung, eine SD-Karte oder ein anderes Medium mit Betriebssystem, einen Monitor oder Fernseher, und schon kann es losgehen.
Wie beim Pi 4 und den Compute Models gibt es den Pi 400 in unterschiedlichen RAM-Größen, maximal jedoch mit 8 GB Arbeitsspeicher. Die GPIO-Pins der Version ohne Gehäuse sind genauso nutzbar. Das perfekte Starterkit, um mit dem Lernen zu beginnen.